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Was ist medizinisches Training? 

Grundlagen, Ziele und Trainingsbereiche

Medizinisches Training bezeichnet ein gezielt geplantes und individuell angepasstes körperliches Training, das gesundheitliche und funktionelle Ziele verfolgt. Je nach Ausgangssituation kann es dazu dienen, körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten, nach einer Einschränkung schrittweise wieder aufzubauen oder bestimmte körperliche Fähigkeiten gezielt zu verbessern.

Im Mittelpunkt stehen nicht ein bestimmtes Trainingsgerät oder eine bestimmte Übung, sondern die Frage: Welche körperlichen Fähigkeiten sollen verbessert werden und welche Belastung ist für die jeweilige Person angemessen?

Medizinisch orientiertes Training kann deshalb unter anderem Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination und funktionelle Leistungsfähigkeit umfassen. Es kann im rehabilitativen Umfeld eingesetzt werden, aber auch bei Menschen, die ihre körperliche Belastbarkeit erhalten oder systematisch verbessern möchten.

Was bedeutet medizinisches Training genau?

Eine einheitliche, für alle Einrichtungen und Länder verbindliche Definition des Begriffs „medizinisches Training“ gibt es nicht. Im fachlichen Kontext lässt sich darunter ein strukturiertes, zielorientiertes und individuell gesteuertes Training mit gesundheitsbezogener Ausrichtung verstehen.

Das unterscheidet sich von allgemeiner körperlicher Aktivität. Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt Bewegung als jede körperliche Aktivität, während „Exercise“ beziehungsweise Training eine geplante, strukturierte und wiederholte Form körperlicher Aktivität darstellt, die bestimmte körperliche Fähigkeiten verbessern oder erhalten soll. (NCBI⁠)

Medizinisches Training kann daher verschiedene Trainingsformen miteinander verbinden. Dazu gehören insbesondere:

  • Krafttraining zur Verbesserung beziehungsweise zum Erhalt der muskulären Leistungsfähigkeit
  • Ausdauertraining zur Förderung der kardiorespiratorischen Leistungsfähigkeit
  • Beweglichkeits- und Mobilitätstraining zur Unterstützung eines angemessenen Bewegungsumfangs
  • Koordinationstraining zur Verbesserung der kontrollierten Bewegungsausführung
  • funktionelles Training, bei dem Bewegungen und körperliche Fähigkeiten mit Anforderungen des Alltags, Berufs oder Sports verbunden werden können

Welche Inhalte sinnvoll sind, hängt von der Person, dem Trainingsziel und dem jeweiligen gesundheitlichen Kontext ab.

Welche Ziele verfolgt medizinisches Training?

Das Ziel medizinischen Trainings lässt sich nicht auf eine einzelne körperliche Fähigkeit reduzieren. Leistungsfähigkeit entsteht aus dem Zusammenspiel verschiedener Systeme und Fähigkeiten.

Kraft und muskuläre Leistungsfähigkeit

Kraft ist für zahlreiche Alltagsbewegungen relevant – etwa beim Aufstehen, Treppensteigen, Heben oder Tragen. Auch in der Rehabilitation spielt die Wiederherstellung beziehungsweise Verbesserung muskulärer Leistungsfähigkeit häufig eine Rolle.

Dabei muss Training nicht zwangsläufig mit hohen Lasten verbunden sein. Belastung, Bewegungsumfang, Wiederholungszahl und Trainingshäufigkeit sollten an die individuelle Leistungsfähigkeit angepasst werden.

Aktuelle Empfehlungen des American College of Sports Medicine betonen ebenfalls, dass Widerstandstraining nicht nach einem einzigen Schema erfolgen muss. Die Trainingsgestaltung sollte vielmehr an Ziel und Ausgangssituation angepasst werden. (ACSM⁠)

Ausdauer

Ausdauer beschreibt vereinfacht die Fähigkeit, eine körperliche Belastung über einen bestimmten Zeitraum aufrechtzuerhalten und sich davon zu erholen.

Je nach Ziel können beispielsweise Fahrradergometer, Crosstrainer oder Laufbänder eingesetzt werden. Die passende Trainingsform hängt unter anderem von Leistungsniveau, Bewegungsmöglichkeiten, Trainingsziel und gesundheitlicher Situation ab.

Für gesunde Erwachsene empfiehlt die WHO grundsätzlich 150 bis 300 Minuten moderate aerobe körperliche Aktivität pro Woche beziehungsweise 75 bis 150 Minuten intensive Aktivität oder eine entsprechende Kombination. Zusätzlich werden muskelkräftigende Aktivitäten an mindestens zwei Tagen pro Woche empfohlen. Diese Empfehlungen sind allgemeine Bewegungsempfehlungen und kein individueller Trainingsplan. (Weltgesundheitsorganisation⁠)

Beweglichkeit und Mobilität

Beweglichkeit beschreibt den verfügbaren Bewegungsumfang eines Gelenks oder einer Körperregion. Mobilität wird häufig etwas weiter gefasst und bezieht zusätzlich die Fähigkeit ein, diesen Bewegungsumfang kontrolliert und funktionell zu nutzen.

Je nach Ausgangssituation können Mobilisationsübungen, aktive Bewegungen oder gezielte Beweglichkeitsübungen Bestandteil eines Trainingsprogramms sein.

Koordination und Gleichgewicht

Koordination ermöglicht es, Bewegungen kontrolliert, angepasst und zielgerichtet auszuführen. Sie ist deshalb nicht unabhängig von Kraft und Ausdauer zu betrachten.

Gerade bei älteren Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität kann auch das Gleichgewicht eine wichtige Rolle spielen. Die WHO empfiehlt für ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität zusätzliche Aktivitäten zur Verbesserung des Gleichgewichts und zur Sturzprävention. (Weltgesundheitsorganisation⁠)

Funktionelle Leistungsfähigkeit

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Übertragung körperlicher Fähigkeiten auf konkrete Bewegungsanforderungen.

Ein Beispiel: Wer seine Beinmuskulatur trainiert, verfolgt möglicherweise nicht allein das Ziel, mehr Gewicht bewegen zu können. Relevant kann ebenso sein, leichter aus einem Stuhl aufzustehen, Treppen zu bewältigen oder körperliche Anforderungen im Alltag sicherer auszuführen.

Damit wird deutlich: Ein medizinisch orientiertes Training sollte nicht nur einzelne Muskeln betrachten, sondern die für die jeweilige Person relevanten Funktionen.

Für wen kann medizinisches Training geeignet sein?

Medizinisch orientiertes Training kann für Menschen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen sinnvoll sein. Dazu können beispielsweise gehören:

  • Menschen nach Verletzungen oder medizinischen Eingriffen
  • Personen mit reduzierter körperlicher Leistungsfähigkeit
  • Menschen mit chronischen Beschwerden oder Erkrankungen, sofern Training im jeweiligen Fall geeignet ist
  • ältere Menschen mit dem Ziel, körperliche Leistungsfähigkeit und Selbstständigkeit zu erhalten
  • Personen, die nach einer Phase geringer körperlicher Aktivität wieder systematisch Belastbarkeit aufbauen möchten
  • Menschen, die ihre körperliche Leistungsfähigkeit unter professioneller Anleitung gezielt entwickeln möchten

Das bedeutet zugleich: Medizinisches Training ist nicht ausschließlich Rehabilitation.

Umgekehrt bedeutet eine gesundheitliche Einschränkung nicht automatisch, dass jede Trainingsform geeignet ist. Bei Erkrankungen, akuten Beschwerden, nach Eingriffen oder bei Unsicherheit über die Belastbarkeit sollte die Trainingsgestaltung fachlich abgeklärt werden.

Wie unterscheidet sich medizinisches Training von klassischem Fitnesstraining?

Die beiden Bereiche lassen sich nicht durch eine einfache Grenze voneinander trennen. Krafttraining, Ausdauertraining, Beweglichkeit und Koordination kommen in beiden Bereichen vor.

Der wesentliche Unterschied liegt häufig in Ausgangssituation, Zielsetzung, Belastungssteuerung und Betreuung.

Aspekt Allgemeines Fitnesstraining Medizinisch orientiertes Training
Ausgangssituation häufig gesunde oder weitgehend belastbare Personen kann auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit stattfinden
Ziel Fitness, Wohlbefinden, Leistungsentwicklung Erhalt oder Entwicklung körperlicher Funktionen und Belastbarkeit
Belastungssteuerung individuell, aber häufig stärker leistungsorientiert besonders an Ausgangssituation und Belastbarkeit angepasst
Betreuung je nach Trainingsumgebung unterschiedlich häufig stärker fachlich begleitet
Trainingsmittel freie Übungen, Geräte, Ausdauergeräte etc. grundsätzlich ebenfalls vielfältige Trainingsmittel
Bezug zu Alltag und Funktion möglich häufig zentraler Bestandteil

Die Unterschiede liegen also nicht primär im Trainingsgerät. Ein Kraftgerät kann sowohl in einem Fitnessbereich als auch in einem professionellen therapeutischen oder rehabilitativen Umfeld eingesetzt werden. Entscheidend ist, wie das Training geplant, dosiert und begleitet wird.

Welche Rolle spielen Trainingsgeräte?

Trainingsgeräte können ein professionelles Trainingskonzept unterstützen, indem sie Bewegungen strukturiert und reproduzierbar machen. Je nach Konstruktion lassen sich beispielsweise Sitzposition, Bewegungsbereich oder Trainingslast an unterschiedliche Voraussetzungen anpassen.

Das kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn eine Belastung kontrolliert und nachvollziehbar aufgebaut werden soll.

Wichtig ist jedoch: Ein Trainingsgerät allein macht eine Trainingseinheit nicht zu medizinischem Training. Die Qualität entsteht aus dem Zusammenspiel von:

  1. Ausgangsanalyse und Zielsetzung
  2. passender Übungsauswahl
  3. individueller Belastungsdosierung
  4. korrekter Bewegungsausführung
  5. regelmäßiger Anpassung der Belastung
  6. fachlicher Betreuung, sofern diese erforderlich ist
  7. Dokumentation und Verlaufskontrolle, wenn sie für das Konzept sinnvoll sind

Gerade bei professionellen Trainingsflächen spielt deshalb nicht nur die einzelne Maschine eine Rolle. Auch Ergonomie, Einstellbarkeit, Platzbedarf, Trainingsorganisation, Wartung und gegebenenfalls digitale Dokumentation können für die praktische Umsetzung relevant sein.

Welche Trainingsgeräte können eingesetzt werden?

Welche Geräte sinnvoll sind, hängt vom Trainingsziel ab. Eine professionelle Trainingsfläche kann unterschiedliche Kategorien miteinander verbinden.

Kraftgeräte

Kraftgeräte mit geführten Bewegungen können beispielsweise eingesetzt werden, wenn bestimmte Muskelgruppen oder Bewegungsmuster gezielt trainiert werden sollen. Eine individuelle Einstellung ist dabei besonders relevant.

SCHNELL führt die ALL NEW TARGET Line MED als Reihe von Therapiegeräten mit Steckgewichten, sowie die SYNCHRO Line MED als Vollautomatische Serie. Die aktuelle Produktübersicht umfasst unter anderem Geräte für den Oberkörper, Rumpf und Unterkörper. (Schnell Training⁠)

Seilzugsysteme

Seilzüge ermöglichen eine große Zahl unterschiedlicher Übungen und Bewegungsrichtungen. Dadurch lassen sich Kraft, Stabilisation, Koordination und funktionelle Bewegungen miteinander verbinden.

Die Cable LINE MED von SCHNELL umfasst verschiedene Seilzugsysteme und ist laut Hersteller für unterschiedliche Trainings- und Therapiebereiche konzipiert. (Schnell Training⁠)

Ausdauergeräte

Für das Ausdauertraining können je nach Ziel und individueller Situation beispielsweise Fahrradergometer, Laufbänder oder andere Cardiogeräte eingesetzt werden.

Bei der Planung einer professionellen Trainingsfläche kann deshalb eine Kombination aus Kraft-, Ausdauer- und funktionellen Trainingsmöglichkeiten sinnvoll sein. SCHNELL führt entsprechende Gerätekategorien unter anderem als TARGET Line MED, SYNCHRO Line MED, CARDIO Line MED und CABLE Line MED. (Schnell Training⁠)

Was macht ein professionelles Trainingskonzept aus?

Ein gutes Trainingskonzept beginnt nicht mit der Auswahl eines bestimmten Geräts.

Die wichtigere Frage lautet:

Welche körperliche Fähigkeit soll verbessert werden – und welche Voraussetzungen bringt die trainierende Person mit?

Daraus lassen sich Trainingsinhalte und Belastung ableiten.

Ein einfaches Beispiel:

Eine Person möchte nach längerer körperlicher Inaktivität ihre allgemeine Belastbarkeit verbessern. Statt ausschließlich ein einzelnes Kraftgerät auszuwählen, kann ein Konzept aus moderatem Ausdauertraining, grundlegenden Kraftübungen und funktionellen Bewegungen sinnvoll sein. Die Belastung wird dabei schrittweise an die Leistungsentwicklung angepasst.

Eine andere Person befindet sich nach einer Verletzung in einer Phase des Wiederaufbaus. Hier können dagegen spezifische Bewegungsziele, eine kontrollierte Belastungssteigerung und eine engere fachliche Begleitung im Vordergrund stehen.

Das Prinzip dahinter ist immer ähnlich: Training sollte zur Person passen – nicht die Person zum Gerät.

Welche Bedeutung hat die individuelle Belastungssteuerung?

Die Trainingsbelastung sollte weder pauschal noch ausschließlich nach dem Motto „mehr ist besser“ festgelegt werden.

Relevant sind beispielsweise:

  • aktuelles Leistungsniveau
  • Trainingsziel
  • Bewegungserfahrung
  • Alter und körperliche Voraussetzungen
  • Beschwerden oder gesundheitliche Einschränkungen
  • bisherige Belastungsverträglichkeit
  • Trainingshäufigkeit
  • Erholungsfähigkeit

Mit zunehmender Leistungsfähigkeit kann die Belastung angepasst werden. Diese progressive Belastungssteigerung bezeichnet die schrittweise Anpassung der Trainingsbelastung an die Leistungsentwicklung.

Aktuelle evidenzbasierte Empfehlungen zum Krafttraining unterstreichen, dass unterschiedliche Trainingsmethoden wirksam sein können und die Belastung an das jeweilige Ziel angepasst werden sollte. Komplexität ist nicht automatisch ein Qualitätsmerkmal. (ACSM⁠)

Medizinisches Training in der Rehabilitation

In der Rehabilitation kann strukturiertes Training ein Bestandteil eines umfassenden Versorgungskonzepts sein. Dabei können je nach Zielsetzung beispielsweise Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination oder funktionelle Fähigkeiten trainiert werden.

Die WHO beschreibt strukturierte Bewegungstherapie als geplante beziehungsweise angeleitete Programme, die unter anderem Kraft, Gelenk- und Muskelfunktion, Bewegungsumfang oder aerobe Leistungsfähigkeit adressieren können. Für chronische primäre Rückenschmerzen kann strukturiertes Training beispielsweise als Teil der Versorgung angeboten werden; die konkrete Auswahl sollte dabei individuell erfolgen. (NCBI⁠)

Auch bei anderen gesundheitlichen Einschränkungen kann Bewegung eine Rolle spielen. Die konkrete Eignung, Dosierung und Auswahl der Übungen hängt jedoch von der jeweiligen Situation ab.

Welche Bedeutung haben hochwertige Trainingsgeräte?

Bei professionellen Trainingsgeräten sind mehrere Faktoren relevant. Dazu gehören insbesondere:

  • ergonomische Einstellmöglichkeiten
  • nachvollziehbare und passende Bewegungsführung
  • robuste Konstruktion
  • einfache Bedienbarkeit
  • Anpassbarkeit an unterschiedliche Körpergrößen und Leistungsniveaus
  • Wartungs- und Servicekonzept
  • sinnvolle Integration in den gesamten Trainingsbereich

Dabei sollte „hochwertig“ nicht ausschließlich über Material oder Preis definiert werden. Für den professionellen Einsatz ist entscheidend, ob ein Gerät funktional zum Trainingskonzept und zu den Anforderungen der Einrichtung passt.

SCHNELL entwickelt und fertigt Trainings- und Therapiegeräte in Deutschland und bietet unterschiedliche Gerätekonzepte für Kraft-, Ausdauer- und funktionelles Training an. Bei der ALL NEW TARGET Line MED nennt das Unternehmen unter anderem ergonomische Einstellmöglichkeiten und verschiedene Trainingsgeräte für Oberkörper, Rumpf und Unterkörper. (Schnell Training⁠)

Für Einrichtungen, die mehrere Trainingsbereiche miteinander verbinden möchten, bietet SCHNELL zudem Konzepte zur Digitalisierung der Trainingsfläche an. Nach Angaben des Herstellers können dabei manuelle und vollautomatische Geräte sowie Ausdauer- und freie Trainingsbereiche in ein digitales System eingebunden werden. (Schnell Training⁠)

Wie lässt sich ein professioneller Trainingsbereich sinnvoll planen?

Bei der Planung sollte die Geräteauswahl erst nach der Definition des Nutzungskonzepts erfolgen.

Wichtige Fragen sind beispielsweise:

  1. Wer trainiert in der Einrichtung?
  2. Welche Trainingsziele stehen im Vordergrund?
  3. Welche körperlichen Voraussetzungen sind typisch?
  4. Welche Trainingsbereiche werden benötigt?
  5. Wie viele Personen sollen gleichzeitig trainieren?
  6. Wie viel Betreuung ist vorgesehen?
  7. Welche Anforderungen bestehen an Dokumentation und Organisation?
  8. Wie sollen Geräte gewartet und langfristig betrieben werden?

Eine solche Planung verhindert, dass eine Trainingsfläche allein nach der Anzahl oder dem Erscheinungsbild der Geräte zusammengestellt wird.

 

Kann medizinisches Training auch digital unterstützt werden?

Digitale Systeme können die Organisation und Dokumentation eines professionellen Trainings unterstützen. Je nach Lösung können beispielsweise Trainingsdaten erfasst, Geräteeinstellungen verwaltet oder Trainingsvorgaben digital bereitgestellt werden.

SCHNELL beschreibt für sein digitales Konzept unter anderem die Verbindung von manuellen und vollautomatischen Geräten, Ausdauergeräten und freien Trainingsbereichen. Außerdem nennt der Hersteller Funktionen wie Trainingsverwaltung, Biofeedback, Testung und automatische Dokumentation. (Schnell Training⁠)

Digitale Unterstützung ersetzt dabei nicht die fachliche Beurteilung. Sie ist vielmehr ein Werkzeug, das Abläufe strukturieren und Informationen verfügbar machen kann.

 

Braucht medizinisches Training immer Trainingsgeräte?

Nein.

Training kann mit dem eigenen Körpergewicht, freien Gewichten, elastischen Bändern, Seilzügen, Ausdauergeräten oder anderen Trainingsmitteln durchgeführt werden. Auch die aktuelle Evidenz zum Krafttraining zeigt, dass nicht ausschließlich bestimmte Gerätetypen notwendig sind, um Trainingseffekte zu erzielen. (ACSM⁠)

Professionelle Geräte können allerdings Vorteile bieten, wenn Bewegungen reproduzierbar durchgeführt, Belastungen fein abgestuft oder mehrere Nutzer mit unterschiedlichen Voraussetzungen betreut werden sollen.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht „Gerät oder kein Gerät?“, sondern:

Welches Trainingsmittel unterstützt das angestrebte Trainingsziel unter den gegebenen Rahmenbedingungen am sinnvollsten?

Fazit

Medizinisches Training ist ein strukturiertes und individuell angepasstes Training mit gesundheitlicher beziehungsweise funktioneller Zielsetzung. Es kann Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination und funktionelle Leistungsfähigkeit miteinander verbinden.

Der Begriff beschreibt dabei weniger eine bestimmte Übung oder ein bestimmtes Trainingsgerät als eine Art, Training zu planen und zu steuern. Entscheidend sind die Ausgangssituation der Person, das Trainingsziel, die angemessene Belastungsdosierung und – abhängig vom Einsatzbereich – die fachliche Begleitung.

Trainingsgeräte können dabei eine wichtige Rolle spielen. Sie können Bewegungen strukturieren, Belastungen dosierbar machen und professionelle Trainingsabläufe unterstützen. Für Einrichtungen kommt zusätzlich die Frage hinzu, wie Kraft-, Ausdauer- und funktionelle Trainingsbereiche sinnvoll miteinander verbunden werden.

SCHNELL ordnet sich in diesem Kontext als Anbieter professioneller Trainings- und Therapiegeräte ein. Das Portfolio umfasst unter anderem Geräte für Kraft-, Ausdauer-, Rücken- und funktionelles Training sowie Konzepte für die digitale Organisation von Trainingsflächen. (Schnell Training⁠)

Letztlich gilt: Nicht das einzelne Trainingsgerät entscheidet über die Qualität des Trainings, sondern das Zusammenspiel aus Zielsetzung, individueller Anpassung, sinnvoller Belastungssteuerung und professioneller Umsetzung.

Häufige Fragen

Ist medizinisches Training dasselbe wie Fitnesstraining?

Nein, die Begriffe sind nicht gleichbedeutend, überschneiden sich aber. Beide können Kraft-, Ausdauer-, Beweglichkeits- und Koordinationstraining umfassen. Medizinisch orientiertes Training berücksichtigt in besonderem Maß die individuelle Ausgangssituation, gesundheitliche beziehungsweise funktionelle Ziele und eine passende Belastungssteuerung.

Welche Trainingsformen gehören zum medizinischen Training?

Medizinisch orientiertes Training kann unter anderem Krafttraining, Ausdauertraining, Beweglichkeits- und Mobilitätstraining, Koordinationstraining sowie funktionelles Training umfassen. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Person und dem Trainingsziel ab.

Braucht medizinisches Training spezielle Trainingsgeräte?

Nein. Medizinisches Training kann auch mit freien Übungen, dem eigenen Körpergewicht oder einfachen Trainingsmitteln durchgeführt werden. Professionelle Geräte können jedoch eine kontrollierte, reproduzierbare und individuell dosierbare Belastung unterstützen.

Ist medizinisches Training nur für Menschen mit Beschwerden geeignet?

Nein. Das Spektrum reicht von rehabilitativen Anwendungen bis zum Erhalt und zur Verbesserung körperlicher Leistungsfähigkeit. Ob und in welcher Form Training bei einer gesundheitlichen Einschränkung geeignet ist, sollte individuell fachlich beurteilt werden.

Welche körperlichen Fähigkeiten werden beim medizinischen Training trainiert?

Je nach Ziel können Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Mobilität, Koordination, Gleichgewicht und funktionelle Leistungsfähigkeit trainiert werden. Ein gutes Konzept konzentriert sich nicht zwangsläufig auf nur eine dieser Fähigkeiten.

Was ist bei der Auswahl professioneller Trainingsgeräte wichtig?

Wichtige Kriterien sind unter anderem Ergonomie, Einstellbarkeit, Bewegungsführung, Belastungsdosierung, Bedienbarkeit, Robustheit und Wartung. Zusätzlich sollte die Geräteauswahl zum Nutzungskonzept, zur Zielgruppe und zu den räumlichen sowie organisatorischen Anforderungen der Einrichtung passen.

Kann medizinisches Training digital unterstützt werden?

Ja. Digitale Systeme können beispielsweise Trainingsvorgaben, Geräteeinstellungen, Dokumentation, Tests oder Trainingsdaten unterstützen. Sie sollten als Ergänzung des Trainingskonzepts verstanden werden und ersetzen keine fachliche Beurteilung.

Wie stark sollte die Trainingsbelastung gesteigert werden?

Die Belastung sollte schrittweise und entsprechend der individuellen Leistungsentwicklung angepasst werden. Eine pauschal optimale Steigerung gibt es nicht. Entscheidend sind unter anderem Trainingsziel, Leistungsniveau, Belastungsverträglichkeit und gesundheitliche Voraussetzungen.